Am vergangenen Samstag trafen sich die Musiker der Jugendkapelle um 7 Uhr morgens – der eine oder andere Musiker rieb sich noch müde die Augen, um den Bus, der uns nach Schwäbisch Hall bringen sollte, zu beladen.
Kurz nach unserer Ankunft in Schwäbisch Hall gaben wir dann in einem Innenhof im Stadtzentrum ein einstündiges Platzkonzert.
Der Innenhof, in dem wir spielten, verfügte über eine hervorragende Akustik, und bald schon waren der Spielfreude keine Grenzen mehr gesetzt: Obwohl nur wenige Zuhörer der Musik lauschten, lieferte die Jugendkapelle eine exzellente Leistung ab.
Im Anschluss fuhren wir in unsere Unterkunft, eine Turnhalle in einem Ort in der Umgebung von Schwäbisch Hall, luden unser Gepäck aus und richteten unser Nachtlager ein.
Danach fuhren wir wieder zurück nach Schwäbisch Hall und stellten fest, dass es große Anstrengungen erfordert, eine so große Anzahl von Menschen (die Veranstalter sprachen von einigen Tausend) mit Essen zu versorgen : Dass es dabei eine Weile dauern kann, bis die vegetarische Mahlzeit ausgegeben wurde, ist angesichts der Arbeitsbelastung des Küchenpersonals verständlich.
Nach diesem recht schmackhaften, aber nicht besonders reichlichen Mittagessen blieb der Nachmittag den Teilnehmern überlassen: In Kleingruppen erkundete man die Stadt oder genoss das (noch) schöne Wetter in Eiscafés der Innenstadt.
Beim anschließenden Besuch der „Musikarena“, einer Veranstaltung unter dem Motto „Blasmusik meets Rock“ erlebte man wieder unangenehme Überraschungen. Kaum dass wir auf dem Veranstaltungsgelände waren, öffnete der Himmel seine Pforten; den etwa einstündigen, sehr starken Regen saß man aber noch gemütlich in einer nahen Wirtschaft aus. Als der Regen aufgehört hatte, betrat man zum zweiten Mal die „Musikarena“. Ein grün gekleideter Haufen lautstark grölender Mitglieder einer anderen Jugendkapelle erregte nicht nur das Missfallen der Jettinger Musiker, sondern stellte deren Geduld auch auf eine harte Probe. Davon jedoch unbeeindruckt, verweilte man noch bis 10 Uhr dort, denn die gebotene Musik war sehr gut, was für die Unannehmlichkeiten dieses Tages mehr als entschädigte.
Die Nacht verbrachte man in der Turnhalle, wo neben uns noch eine andere, sehr junge Jugendkapelle untergebracht war, weshalb man erst spät schlafen konnte.
Der Sonntag begann für uns mit einem sehr guten Frühstück in der örtlichen Schule. So gestärkt, besuchte man ein Konzert des Landesblasorchesters. Dieses absolut hochklassige Orchester begeisterte die Zuhörer auf dem Marktplatz von Schwäbisch Hall durch seine großartige Musik, auch wenn man vielleicht ein bisschen mehr Abwechslung ins Repertoire hätte bringen können.
Nach Einnahme des recht guten Mittagessens machte man sich auf den Rückweg nach Jettingen, wo wir dann gegen 16 Uhr eingetroffen sind. Insgesamt war dieser Ausflug trotz einiger Übel, denen man aber trotzte, ein musikalisch und außermusikalisch sicher einmaliges Erlebnis für alle Teilnehmer.
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